Luke Kibet

Herkunft

Kenia

Spezialisierte Distanzen

Marathon

Geburtsdatum

12. April 1983

Geburtsort

Kenia

Die Karrierelaufbahn von Luke Kibet

Im Jahr 2004 war er Tempomacher beim Enschede-Marathon in den Niederlanden bzw. Deutschland. Er lief den gesamten Lauf durch und belegte dabei Platz 2. Noch im selben Jahr nahm er beim 25-km-Lauf in Berlin teil wo er Zweiter wurde (1:12:52 Stunden) hinter Paul Malakwen Kosgei, der bei diesen Lauf einen Weltrekord aufstellte.

2005 nahm er erneut beim 25-km-Lauf in Berlin teil, wo er sich den Sieg erkämpfte. Wenig später wurde er Dritter beim Eindhoven-Marathon in den Niederlanden, mit einer persönlichen Bestzeit von 2:08:52 Stunden. Noch in der selben Saison siegte er beim Taipei International Marathon in China.

Ein Jahr später konnte er seinen Titel beim Tapei International Marathon verteidigen und wurde wiederum Dritter beim Eindhoven-Marathon.

2007 gewann er den Vienna City Marathon. Im August nahm er  bei den Weltmeisterschaften in Ösaka teil, wo er sich den Sieg im Marathon erkämpfte, dies war auch sein größter Erfolg in seiner bisherigen Karriere. Er traf im Ziel mit einem Vorsprung von über einer Minute vor Mubarak Hannan Shami ein. Seine Siegerzeit von 2:15:59 Stunden war bis jetzt die langsamste, die bei einer Weltmeisterschaft je gelaufen wurde.

Luke Kibet ist bis jetzt der zweite kenianische Marathonweltmeister nach Douglas Wakiihuri, der 1987 ebenfalls bei der Weltmeisterschaft siegte. Noch in der selben Saison gewann er beim Great South Run (Großbritannien) über 10 Meilen mit einer Bestzeit von 47:31 Minuten.

2007/2008 waren starke Unruhen in Kenia, wo er Ende 2007 durch einen Steinwurf schwer am Kopf verletzt wurde, als er einem Verletzten helfen wollte. Die Wunde wurde im Krankenhaus genäht, dadurch musste er sein Training für 3 Wochen unterbrechen. Anfang 2008 wurde er zusammen mit 4 weiteren Athleten fast Opfer eines Hinterhaltes bei einer Autofahrt von Eldoret nach Nairobi.

Beim London-Marathon machten sich seine Belastungen bemerkbar, wo er mit einer Zeit von 2:12:25 Stunden nur Elfter wurde. Wenig später wurde er als Ersatzmann bei den Olympischen Spielen in Peking nominiert, wo er kurzfristig für einen verletzten Athleten einsprang. Zum Saisonschluss 2008 stellte er beim Singapur-Marathon einen Streckenrekord mit einer Zeit von 2:13:03 auf.

Im Jahr 2009 erkämpfte er sich den Sieg beim Lagos-Halbmarathon in Nigeria. Durch Beschwerden bei der Achillessehne musste er beim London-Marathon leider aussetzen. Nach einer Behandlung beim deutschen Spezialisten Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ging er beim Singapur-Marathon wieder an den Start. Trotz der Probleme konnte er seinen Titel verteidigen und konnte sogar seinen bisherigen Streckenrekord auf 2:11:25 verbessern.

Persönliches

Luke Kibet wuchs in Moiben bei seiner Großmutter auf. Genau in dieser Ortschaft trainierten die Spitzenathleten Paul Tergat, Moses Tanui und Joshua Chelanga vor seiner Haustür. Dies inspirierte ihn in den Laufsport einzusteigen. Durch die Olympischen Spielen 1996 in Atlanta entschied er sich Hindernisläufer zu werden. Nach und nach zeigte sich aber, dass er wie für den Laufsport geschaffen ist. Luke Kibet zog somit nach Eldoret und trainierte dort gemeinsam mit Moses Tanuis Camp in Kaptagat.

Heutzutage ist Luke Kibet beim kenianischen Gefängnisdienst eingestellt. Er ist bereits verheiratet und stolzer Vater von 2 Kindern.

 



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