Irina Mikitenko

Herkunft

Deutschland

Spezialisierte Distanzen

Langstrecken, Straßenläufe

Geburtsdatum

23. August 1972

Geburtsort

Bakanas/Kasachstan

Die Karrierelaufbahn von Irina Mikitenko

Im Alter von 14 Jahren fing Irina Mikitenko mit dem Laufsport an. 1996 nahm sie an den Olympischen Spielen in Atlanta teil, wo sie für Kasachstan an den Start ging, allerdings schied sie dort auf 5.000-Meter-Distanz bereits im Vorlauf aus. Im selben Jahr noch, zog Irina Mikitenko mit ihrem Mann nach Deutschland, da sie deutsche Vorfahren hat.

Nur 2 Jahre später wurde Irina Mikitenko deutsche Meisterin im 10.000-Meter-Lauf und konnte sich beim Trierer Silvesterlauf den Sieg holen. 1999 brach sie den Rekord auf 5.000-Meter-Distanz mit einer Zeit von 14:54,32 Minuten und wurde sogar Deutsche Meisterin über diese Distanz. Mit einem vierten Platz bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1999 in Sevilla konnte Irina Mikitenko ihren aufgestellten Rekord auf 5.000 Meter auf 14:50,17 Minuten verbessern. Noch im selben Jahr steigerte sie diesen Rekord auf eine Zeit von 14:42,03 Minuten, welcher heutzutage auch noch Bestand hat.

2000 wurde Irina Mikitenko zur deutschen Meisterin im Crosslauf gekürt und konnte ihren Titel im 5.000 Meter-Lauf verteidigen. Im August desselben Jahren brach sie in Zürich mit einer Zeit von 8:30,39 Minuten den 17 Jahre alten Rekord im 3.000 Meter-Lauf. Nur wenig später startete sie bei den Olympischen Spielen in Sydney, wo sie auf über 5.000 Meter allerdings nur Fünfte wurde.

Denselben Platz über die gleiche Distanz belegte Irina Mikitenko auch bei den Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton. Im selben Jahr konnte sie ihre persönliche Bestzeit auf 10.000 Meter auf 31:29,55 Minuten steigern.

Im Jahr 2003 nahm sie erneut beim Paderborner Osterlauf teil, wo sie den damaligen deutschen Rekord im 10-km-Straßenlauf aufstellte.  Zu Jahresende erkämpfte sie sich den Sieg beim Bietigheimer Silvesterlauf. 2004 nahm Irina Mikitenko an den Olympischen Spielen in Athen teil, wo sie auf einer Distanz von 5.000 Meter nur Siebte wurde.

Nach einer Babypause im Jahr 2005, stieg Irina Mikitenko 2006 wieder in den Laufsport ein und wurde sogar Deutsche Meisterin auf den Distanzen 5.000 und 10.000 Meter. Im selben Jahr fanden die Europameisterschaften in Göteborg statt, wo sie als Neunte im Ziel eintraf.

Ein Jahr später nahm Irina Mikitenko am Berlin-Halbmarathon teil, wo sie den zweiten Rang belegte mit einer Bestzeit von 1:09:46 Stunden. Im September wurde sie Deutsche Halbmarathon-Meisterin in Bad Liebenzell mit einer Bestzeit von 1:10:03 Stunden. Noch im September desselben Jahres startete sie am Berlin-Marathon, wo sie mit einer Bestzeit von 2:24:51 Stunden im Ziel eintraf und somit den zweiten Platz belegte. Mit dieser Bestzeit konnte sie sich für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifizieren.

2008 stellte sie beim Paderborner Osterlauf mit einer Bestzeit von 1:08:51 Stunden  einen Streckenrekord im Halbmarathon auf. Nur wenig später konnte sie sich mit einer Zeit von 2:24:14 Stunden den Sieg beim London-Marathon sichern und verbesserte mit dieser Zeit gleichzeitig den aufgestellten deutschen Rekord. Im August kämpfte Irina Mikitenko mit einer schweren Beckenverletzung und konnte deshalb an den Olympischen Spiele nicht teilnehmen. Bereits im September nahm sie beim 10-km-Straßenlauf in Karlsruhe teil, wo sie sich den deutschen Meistertitel holte mit einer Zeit von 30:57 Minuten. Mit dieser Zeit konnte sie ihren deutschen Rekord um 31 Sekunden verbessern und belegte gleichzeitig den ersten Platz der Weltjahresbestenliste. Wenig später startete sie beim Berlin-Marathon, wo sie sich ebenfalls den Sieg erkämpfen konnte mit einer Zeit von 2:19:19 Stunden. Mit dieser Zeit konnte sie ihren eigenen deutschen Rekord um fast 5 Minuten steigern und belegte zugleich den vierten Platz der Weltbestenliste.

Im Jahr 2009 gewann Irina Mikitenko den Halbmarathon Roma – Ostia mit einer Bestzeit von 1:11:01 Stunden. Ein Monat später siegte sie beim Paderborner Osterlauf, diesmal allerdings auf einer Distanz von 10 Kilometer mit einer Zeit von 31:22 Minuten. Nur wenig später erkämpfte sie sich erneut den Sieg beim London-Marathon mit einer Siegerzeit von 2:22:11 Stunden. Danach galt sie als Favoritin bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 in Berlin. Kurz vor den Weltmeisterschaften sagte sie die Teilnahme ab, da ihr Vater 2 Wochen davor verstarb. 2 Monate später nahm sie am Chicago-Marathon teil, bei dem sie mit einer Zeit von 2:26:31 Stunden den zweiten Platz belegte. Damit konnte sie sich erneut den Gesamtsieg der WMM-Serie sichern.

Beim London-Marathon 2010 musste sie nach der Hälfte der Strecke aufgeben, da sie mit schweren Schmerzen im Fuß zu kämpfen hatte. Nur ein Monat später gewann sie den Österreichischen Frauenlauf. Noch im selben Jahr nahm sie erneut beim Chicago-Marathon teil, wo sie allerdings nur den fünften Rang belegte.

Persönliches

Irina Mikitenko ist 1,58 Meter groß und hat ein Wettkampfgewicht von 49 Kilogramm. Sie ist mit Alexander Mikitenko verheiratet, der gleichzeitig ihr Trainer ist und stolze Mutter von 2 Kindern.

Die Bestzeiten von Irina Mikitenko

1999: 5.000 Meter, 14:42,03 Minuten in Berlin

2000: 3.000 Meter, 8:30,39 Minuten in Zürich

2001: 10.000 Meter, 31:29,55 Minuten in Barakaldo

2001: 1.500 Meter, 4:06,08 Minuten in Dortmund

2008: 10-km-Straßenlauf, 30:57 Minuten in Karlsruhe

2008: Halbmarathon: 1:08:51 Stunden in Paderborn

2008: Marathon, 2:19:19 Stunden in Berlin



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